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Die KÜNSTLER

JYOTIKA DAYAL

Jyotika Dayal wurde im Jahr 1967 in Benares/Indien geboren. Als junge und begabte Künstlerin studierte sie zunächst den klassisch indischen "Khyal" - Gesang bei Pandit Amarnath und danach bei Guru Shanti Sharma. Das sogenannte "Post Diploma", die höchste Auszeichnung nach einer 3-jährigen Ausbildung, absolvierte sie an der "Shri Ram Bharatiya Kala Kendra" in New Delhi, wo sie danach auch als Gesangslehrerin tätig war.
Jyotika Dayal gab zahlreiche Konzerte, so z.B. während der "Yuva Mahotsav" in New Delhi, bei verschiedenen kulturellen Anlässen an der "Shri Ram Bharatiya Kala Kendra", ebenso bei "All India Radio".
Erst im Alter von achtzehn Jahren begann Jyotika Dayal ihre Kathak-Tanzausbildung bei Reba Vidhyarthi, eine Vertreterin der "Lucknow Gharana". Unter der Leitung der Tänzerin und Choreographin Vaswati Mishra absolvierte Jyotika Dayal ein zweites mal das "Post Diploma" an der Kathak Kendra New Delhi.
Die ersten Auslandserfahrungen in Europa und in Mauritius machte Jyotika Dayal in den Jahren 1995 und 1996 als Mitglied eines 12-köpfigen Tanz-Ensembles. Seit dem Jahr 1998 ist sie festes Mitglied des MUSIC ENSEMBLE OF BENARES, wobei sie nicht nur als Sängerin und Tänzerin, sondern auch als Komponistin und Choreographin einen wichtigen Beitrag leistet.
Bei den Kasseler Musiktagen im Herbst 2004 schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) unter anderem: > DIE GRANDIOSE JYOTIKA DAYAL FORMTE EINE RHYTHMISCH RASANTE, PLASTISCHE GANZKÖRPER-"SCHRIFT" MIT TYPISCHER GLOCKENKLINGENDER FUSSERREGUNG UND NICHT OHNE HUMOR <

IRENE ÁLVAREZ

Irene Àlvarez begann ihre Ausbildung in klassischem spanischen Tanz und Flamenco im Alter von 9 Jahren in der Tanzschule der bedeutenden Bailaora Matilde Coral und am Real Conservatorio de Musica y Danza in Sevilla, wo sie 1993 ihren Diplomabschluss machte.
Ihr Stil ist daher klassisch pur und besonders der sevillanischen Schule verpflichtet, die sich durch eine feine Eleganz auszeichnet. Seitdem hat sie ihre Flamencoausbildung bei Meistern wie El Guito, Manolo Marin, Javier Latorre, Angel Atienza, Isabel Bayón, José Galván, Pilar Ogalla und Manuel Betanzos perfektioniert.
Seit einem Kurzauftritt in Carlos Sauras Film „Sevillanas“ hat Irene Álvarez eine reiche Bühnenerfahrung gesammelt. Neben Auftritten bei verschiedenen deutschen und europäischen Flamenco-Festivals ( Flamenco-Festival Rhein/Mainz 2008, Gitarren Festival Balathon, Ungarn 2008, Festival Noches de Flamenco Brüssel 2008, Festival Tempo Colar Liege, Belgien 2008, Festival Sur les Routes des Musiques Tsiganes Caen, Frankreich 2009, Osterflamenco-Festival Berliner Philharmonie 2009, u.a. ) tourt sie unter dem Projektnamen „Dos“ erfolgreich mit Ulrich Gottwald, „El Rizos“, Carmen Fernández, Alejandro Gavilán und Federico Ordónez durch Belgien, Holland und Frankreich und steht regelmäßig mit renomierten Flamencos wie José Parrondo, Antonio Andrade und Ursula Moreno auf der Bühne.
Daneben hat sie in ihrer Wahlheimat Leipzig bereits mehrere eigene Produktionen zur Aufführung gebracht. Neben reinen Flamencoprogrammen arbeitet sie auch in Projekten mit, die Flamenco und klassische Musik kombinieren. ( z.B. Café Contante“ mit dem Tenor Juan Remón, Reutlingen 2009, „Encuentros“, Köln 2009).
Mit ihrer eigenen Schule hat sie den Flamenco fest in Leipzig etabliert und ist auch als Gastdozentin und Korrepetitorin ( u.a. bei Isabel Bayón, Festival de Jerez 2009 ) gefragt.
Ihre Bühnentätigkeit und die Arbeit als Tanzlehrerin stimmt sie mit einem Doktorandenstudium im Fach Flamencologie an der Universität von Sevilla ab.

IOANNA SRINIVASAN

Ioanna Srinivasan begann ihre Kathak - Tanzausbildung als Kind, studierte später als Meisterschülerin bei Pandit Vijai Shankar (Calcutta, Indien), mit dem sie in Indien und Europa auftrat, und schloss ihr Kathak-Diplom mit Auszeichnung ab (Pracheen Kala Kendra Chandighar, Indien). Seitdem gibt Ioanna Srinivasan Gastspiele in Indien, Malaysia, Europa und Russland - als Solistin im klassischen Kathak wie auch in Contemporary Kathak Dance. Bereits seit 1998 arbeitet sie auch mit Künstlern anderer Tanzrichtungen zusammen und es finden sich unter ihren Choreografien stilübergreifende Arbeiten mit Flamenco, Modern und Contemporary Dance und Tanztheater. Ioanna trat auf zahlreichen internationalen Festivals auf wie u.a. das Binda Din Kathak Festival (Indien) oder Theater der Welt (Deutschland) und präsentierte Kathak-Tanz in Radio und Fernsehen. 1997 gründete sie in Berlin die Academy of Kathak Dance sowie 1999 die Ioanna Srinivasan Dance Company. Presse, Kritiker und Tänzer schätzen ihre elegante Bühnenpräsenz, ihre ausgezeichnete Beherrschung von Rhythmus und ihren nuancierten Ausdruck.
Unter anderem schrieb die Märkische Allgemeine Zeitung (Aug. 2004):
"... Ioanna Srinivasan (..) beginnt von der ersten Bewegung an die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Ausdrucksstark bewegt sie sich zur Musik. Rasante Drehungen sind zu sehen, schnell gestampfte Rhythmen und elegante Bewegungen folgen ...“
Selbst der legendäre Kathak-Tänzer Padmavibhushan Birju Maharaj bemerkte 2005 über sie:
… solche Präzision und Leichtigkeit der Bewegungen sind rar unter Kathak-Tänzern…”

ALEXANDER GAVILÁN

Der Flamencogitarrist Alexander Gavilán verbindet eine orthodoxe, kraftvolle Spieltechnik mit modernen Kompositionen. Dabei stellt er nicht die Virtuosität sondern den intensiven musikalischen Moment in den Vordergrund. Sein Spiel, basierend auf der Schule von Paco Peña, ist der Tradition des Flamenco verpflichtet, wobei seine Neugier nach anderen Musikrichtungen auch regelmässig zu grenzüberschreitenden Projekten führt.
Alexander, geb. 1969 in Köln, erhielt seinen ersten Flamencounterricht im Alter von zwölf Jahren bei Tomas Seda. Später studierte er am Konservatorium Rotterdam bei Paco Peña, Ricardo Mendeville und Hans Van Gogh. Dank eines Stipendiums vom Fonds voor de Podiumkunsten konnte er einen Teil seines Studiums an der Fundación Cristina Heeren de Arte Flamenco in Sevilla absolvieren, wo er Unterricht bei Niño de Pura, Miguel Angel Cortés und J.L. Postigo nahm.
Seit Mitte der neunziger Jahre ist Alexander Gavilan mit verschiedenen Ensembles auf zahlreichen europäischen Bühnen zu Gast. Seine langjährige Erfahrung, musikalisches Feingefühl und sein impulsiver Ausdruck auf der Gitarre haben ihn zu einem gefragten Tanz- und Gesangsbegleiter gemacht.
Seit 2005 kombiniert er seine Konzerttätigkeit mit einer Anstellung als Dozent für Flamencogitarre am Konservatorium Rotterdam.

Auswahl von Projekten/Auftritten:
- 1995 Zapato Caliente, Polentournee (Philharmonie Krakau…)
- 1995 Gastmusiker bei den Bläck Föös, Tanzbrunnen Köln
- 1995-97 Theater/Flamencoprojekte "Salome" (Kunsthaus Rhenania, Köln) und "Unter freien Himmeln" (Art Theater Köln)
- 1996 - 2002 Amanecer, Kompositionen für div. Flamencoshows (Flamencofestivals Düsseldorf und Freiburg, Senftöpfen Köln, die Kuppel, Basel, Tränenpalast, Berlin…)
- 1996 - 2003 A touch of Flamenco, Fusion Jazz/Flamenco (CD "Leyendas")
- 2003 Solokonzert zur Vernissage der Picasso-Ausstellung im Gustav Lübke Museum, Hamm
- seit 2004 regelmässige Zusammenarbeit mit dem Sänger Jose Ligero und dem Tänzer Federico Ordoñez. (Concertgebouw Amsterdam, Festival de La Soupe, Lille, F, peña Los Caracoles, Bern, CH…)
- 2006 Moselfestwochen, Kurfürstliches Palais Trier, Gastmusiker bei Rafael Segura und Juan Ramon Caro
- 2007 Konzeption und Produktion des multimedialen Programms "Pastora", einer Hommage an die Sängerin Niña de los Peines (De Regentes, Den Haag, Zuiderpershuis, Antwerpen, Theaterhaus Köln)
- 2008 Produktion des Programms "12 tiempos de amor" für Odegand, Festival van Vlaanderen
- 2008 Solokonzert beim Festival der Musik des 21. Jahrhunderts in Evora, P,
- seit 2008 Mitglied der Flamencoformation Dos (Gitarrenfestival Balatonfüred, H, Theater Moliere, Brussel, Handelsbeurs, Gent)
- 2009 Gitarrist beim Kathak/Flamenco Projekt mit dem "Music Ensemble of Benares"

RAVI SRINIVASAN

Ravi Srinivasan (Tabla, Ghatam, Gesang) wuchs in einer traditionellen Brahmanen-Familie in Malaysia auf und lernte Geige, Tabla und Gesang. Unter anderem studierte er Tabla bei dem legendären Pandit Kamalesh Maitra. Seine Bühnenpräsenz und Sensibilität und sein weiter musikalischer Horizont machen ihn zu einem ungemein vielseitigen und gefragten Musiker. Als Weltmusiker, Percussionist und Preisträger spielte Ravi Srinivasan bei bedeutenden Festivals weltweit, von Malaysia und Indien über Europa und Russland bis USA und Grönland. Außerdem spielt er regelmäßig in verschiedenen Jazz-, Folk- und Weltmusikformationen, u.a. Indigo-Masala, Midnight Court und begleitet indischen Kathak-Tanz und Raga-Musik.
... fantastische Fingerarbeit an der Tabla, meisterhafte Weltmusik…“
Hessisch Allgemeine, 10.4.2003
... Ravi Srinivasans Markenzeichen sind seine samtige Stimme – und vor allem das Pfeifen, das seine Zuhörer in einen Zustand schwebender Leichtigkeit entführt“-
Hildesheimer Allgemeine,25.4.2008
...Spielfreude, Humor und vor allem Virtuosität der Musiker tun ein Übriges dazu. Vor allem der vielseitige Ravi Srinivasan, der aus einer orthodoxen Hindu-Familie in Malaysia stammt, hält den Draht zum Publikum am Glühen. Bunt, mitreißend und global im besten Sinne des Wortes macht dieser Konzertabend viel Freude.
Trierischer Volksfreund, 29.3.2010
...ein rhythmisches Feuerwerk, meisterliche Weltmusik vom Feinsten
Niedersächsische Allgemeine

ARUN SRINIVASAN

Arun Srinivasan wurde 1994 als Sohn einer Musiker- und Tänzerfamilie geboren. Schon in jungen Jahren lernte er Harmonium, Tabla, Akkordeon, Klavier und Kathak-Tanz und gewann bereits diverse Nachwuchspreise als Musiker und Komponist. 2005 war er als Solist beim Musical Les Miserables im Berliner Theater des Westens zu sehen. Arun Srinivasan ist bereits jetzt ein gefragter Musiker in verschiedenen Jazz- und Weltmusik-Formationen und konzertierte in ganz Deutschland, Schweiz, Tschechien, Österreich, Großbritannien und Italien. Seit 2009 ist er festes Mitglied der Band Indigo-Masala (Creole Weltmusik-Preis 2006) und spielt mit beim Music Ensemble of Benares.

JOSÈ PARRONDO

José Parrondo wurde im Jahr 1950 in Carmona (Sevilla) geboren und beherrscht die gegensätzlichen Facetten des Flamencogesangs wie kaum ein anderer. Von den ausgelassenen Gesängen der Provinz Cádiz mit all ihrem spontanen Witz, über die lyrischen Malagenas, bis hin zum schwärzesten Cante Jondo (tiefinnerlicher Gesang) por Siguiriyas und den archaischen Tonás ist sein Repertoire von außergewöhnlicher Bandbreite.
José Parrondo hat unzählige Preise im Laufe seiner internationalen Karriere ersungen. Er ist der einzige Sänger, der alle drei ersten Preise von dem berühmten "Concurso de Cante de Antonio Mairena sowie die "Antorcha del Cante" besitzt. Außerdem ist er Gewinner des "Concurso Memorial Camarón de la Isla" in Cádiz und hat fünf erste Preise des "Internationalen Festivals de la Unión" (Murcia) erhalten.
Von seinen zahlreichen TV-Auftritten und CD-Produktionen sind besonders die Solo-Einspielungen "Agua Limpia" mit Pedro Bacan und "Locuras del Corazón" mit Manuel Herrera hervorzuheben.

Günther Paust

Günther Paust wurde im Jahr 1954 in Mannheim geboren. Im Alter von 14 Jahren lernte er die klassische indische Musik kennen und ist heute ein profunder Kenner der indischen Musik, der einige hochinteressante Projekte realisiert hat.
Im Jahr 1975 unternahm er seine erste Überlandfahrt mit dem Auto nach Indien. Im Jahr 1978/79 folgte dann eine längere Studienreise, wobei er an der Sanskrit Universität in Benares auch Unterricht im Sitarspiel nahm.
Im Jahr 1981 organisierte er die ersten Konzerte in Europa und gründete 1982 das MUSIC ENSEMBLE OF BENARES, wobei er das Ensemble bei den ersten 700 Konzerten auf der Tanpura begleitete.
Im Laufe der Jahre hat Günther Paust dem europäischen Publikum über 80 verschiedene Künstler, meist aus Benares stammend, vorgestellt. In den Achtzigern produzierte er fünf verschiedene Langspielplatten, mittlerweile auch schon fünf verschiedene Compact disc.
Im Jahr 1997 machte Günther Paust eine Ausbildung zum dipl. Musiktherapeuten nach der NADA BRAHMA Musiktherapie von VEMU MUKUNDA aus Bangalore. Darüber hinaus ist Günther Paust auch als Autor tätig, so leistete er z.B. bei dem 1997 erschienen Buch "Indische Musik in Deutschland" als Co-Autor einen geschätzten Beitrag.
In jüngster Zeit moderiert Günther Paust auch für den Südwestrundfunk (SWR-Baden-Baden) . In der Sendereihe "Musik der Welt" hat er schon einige interessante Sendungen vorgestellt, so z.B. "Der hypnotische Klang der Shahnai", "Erinnerungen an den Tabla-Virtuosen Late Pt.Prakash Maharaj", "Eine Begegnung mit meinem Sitarlehrer Pt.Shivanath Mishra", sowie "Afghanische Rababmusik und die nordindische Sarod mit Pt. Vikash Maharaj". Weitere Sendungen über die Sarangi, die Bansuri, den Kathak-Tanz etc. sind in Vorbereitung.
Einmal jährlich hält sich Günther Paust für mehrere Wochen in Indien auf, um dort die Kontaktaufnahme mit den Künstlern zu pflegen. Mit unermüdlichem Engagement organisiert er die Europatourneen ( in der Zwischenzeit 44 Tourneen mit ca. 1500 Gastspielen) und hält immer wieder neue Überraschungen bereit.